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Wie kann Controlling im Spannungsfeld von wachsenden regulatorischen Anforderungen, Effizienzsteigerung und dem Bedarf an neuen Kompetenzen erfolgreich agieren? Um diese zentrale Frage ging es bei der Jahreskonferenz Performance Management & Controlling. Bereits zum fünften Mal luden Professor Dr. Ronald Gleich, Academic Director des Centre for Performance Management & Controlling (CPMC), und sein Team am 19. Februar 2025 die Controlling-Community an die Frankfurt School ein, um über aktuelle Herausforderungen und Trends der Branche zu diskutieren.
Dr. Kim Louisa Dillenberger, Vice Academic Director des CPMC, eröffnete die Konferenz damit, dass das Controlling durch steigende Anforderungen zunehmend unter Spannung steht. Während Regulatorik immer mehr Komplexität bedingt, wird gleichzeitig eine Verschlankung gefordert. Diese zweigleisige Weiterentwicklung erfordere ein grundlegendes Reskilling. Wie Controller in diesem Spannungsfeld wirkungsvoll agieren können, damit beschäftigten sich die Vorträge verschiedener Expert/-innen aus Praxis und Wissenschaft.
Unternehmensvertreter berichteten aus erster Hand welche Rolle das Controlling im Zusammenhang mit den Themen Digitalisierung, User Experience, ESG, Produktivitätsmanagement und sich wandelnden Märkten in ihren Organisationen spielt. In kurzweiligen Keynotes teilten sie ihre Erfahrungen mit einzelnen Tools und Prozessen und gaben Ratschläge, wie die Teilnehmenden daraus Lehren für ihren eigenen Arbeitsalltag ziehen können.
Professor Dr. Matthias Mahlendorf, akademischer Direktor des CPMC, und Nils Gimpl, wissenschaftlicher Mitarbeiter am CPMC, verdeutlichten wie gewinnbringend die Zusammenarbeit zwischen Praxis und Wissenschaft sein kann.
Claudio di Vincenzo (ParshipMeet) und Professor Mahlendorf erläuterten wie Lean-Ansätze und datengetriebenes Controlling die Business Performance verbessern. Durch KPI-Governance und automatisierte Reports in Tableau wird die Datenbereitstellung optimiert, während das Controlling unabhängiger agiert und Abweichungen in KPI-Trends frühzeitig erkennt.
Nils Gimpl und Dr. Christina Juchum (Hays) präsentierten eine Studie zu den Auswirkungen von New Work auf Arbeitnehmer/-innen und Organisationen. Die Ergebnisse zeigen, dass eine hohe New-Work-Kompetenz die Stressbelastung reduziert und die Arbeitszufriedenheit steigert. Gleichzeitig führt hoher Stress zu geringerer Zufriedenheit und einer erhöhten Kündigungsabsicht. Unternehmen, die eine gute New-Work-Umgebung schaffen, verstärken den positiven Effekt auf ihre Mitarbeitenden.
In fünf interaktiven Roundtables und Workshops von SAP, Valuedesk und Serviceware wurden moderne Controlling-Ansätze zur Effizienzsteigerung diskutiert. Schwerpunkte lagen auf KI, Automatisierung und Reskilling.
Die Konferenz machten deutlich, dass Controlling im Spannungsfeld zwischen Regulatorik, Verschlankung und Reskilling eine zentrale Rolle in der Unternehmenssteuerung spielt. Die Digitalisierung bietet Chancen zur Effizienzsteigerung, doch ohne strategische Steuerung bleibt sie wirkungslos. Nachhaltigkeit und Produktivitätsmanagement werden zunehmend als integrierte Bestandteile der Finanzsteuerung betrachtet. Gleichzeitig erfordert der Wandel neue Fähigkeiten im Controlling – von datengetriebenem Arbeiten über Automatisierung bis hin zur engeren Verzahnung mit anderen Unternehmensbereichen. Effizienzsicherung bleibt mehr denn je eine zentrale Aufgabe des Controllings.